Deutschland

Die DHS vor 25 Jahren

Vor 25 Jahren fand der Völkermord in Srebrenica statt.

Politisches Versagen und wirtschaftliche Interessen waren an der Tagesordnung. Die Spirale der Gewalt stieg und das Leben der Menschen wurde mehr zu Leid, als es noch lebenswert war.

Morde und Vergewaltigungen waren an der Tagesordnung. UN Schutzzonen wurden überrannt. Wer nicht weglaufen konnte, wurde brutal ermordet. Die UNO geriet in die Kritik “nur zuzusehen und wirtschaftliche Interessen der Mitgliedsländer zu verfolgen, aber nicht zu den Menchenrechten zu stehen”.

Wir bauten neben anderen Hilfseinsätzen ein Zeltdorf im Kriegsgebiet auf und unterstützten rund 900 Kinder, 300 Frauen und ca. 50 überlebende Männer, mit Lebensmitteln, Hygienematerial, Notunterkünften, einer med. Notversorgung durch eine eigene Ambulanz, wie durch eigene Unterrichte für die Kinder. Es war eine sehr schwere Zeit. Das Feuer der Artillerie und die Luftangriffe sind schwer zu vergessen, ebenso die geschundenen augemerkelten Menschen, die die Flucht aus den Kampfzonen überlebten.

Wir waren über ein Jahr vor Ort, zwischen Krieg und Oligarchen. Einen ehrenamtlichen Helfer, der sich als Arzt freiwillig meldete, verloren wir. Den vielen Opfern des Krieges, unserem toten Freund, allen Freunden die mithalfen und den vielen Menschen, die wir in unserem Camp kennenlernen durften gelten unsere Gedanken und unsere Freundschaft.

Für viele Menschen war das Camp der DHS eine Schutzburg und die letzte Hoffnung.

Kurzinfo

Wir haben aktuell die Rechnungsprüfung 2019.

Unsere Verwaltungskosten liegen bei rund 17%. Erlaubt sind bis 35%.

Ein relativer guter Wert, den wir unseren ehrenamtlichen Helfer/innen, wie dem Einsatz unserer wenigen hauptamtlichen Kräfte zu verdanken haben. Wobei unsere Mitarbeiter/innen auch viel ehrenamtlich machen. Es ist eben mehr als nur ein Job.

Recht herzlichen Dank an alle Patinnen und Paten, Spenderinnen und Spender, ehrenamtliche Helfer/innen und Mitarbeiter/innen.

Ihr alle zusammen wart das Team, das die Projektarbeit erst möglich gemacht hat.

D a n k e    E u c h    a l l e n ! ! !

Die Lage spitzt sich zu. Not- und Katastrophenhilfe reicht nicht aus

Aktuelle Lage in unseren Projekten (Stand: 23. April 2020).

Fangen wir mit Mexiko an. Das  gewohnte Leben ist nur noch mit Einschränkungen möglich, aber es ist der “beste Projektort”, im Bezug auf die Corona-Katastrophe. Hunger gab es aber auch hier schon in den Schulen und Familien vor Corona und mit Corona wurde es nicht einfacher. Schulen und Universitäten, wie verschiedene Einrichtungen sind  geschlossen, das tägliche Leben läuft noch halbwegs erträglich. Verteilungen, Schulhilfen und der Spendenshop laufen bislang normal weiter. Im Projektort selbst gibt es nach den bisherigen Erkenntnssen keine Corona-Fälle.

In Georgien ist die Lage kritisch. Es gibt massive Einschränkungen des Lebens am Tag, wie eine absolute Ausgangssperre in der Nacht. Viele Menschen verlieren ihre Arbeit und dort gibt es keinen Ausgleich wie z.B. oft in Deutschland durch Kurzarbeit oder Soforthilfen. Viele Geschäfte sind geschlossen, die Preise für Lebensmittel steigen und sind weiter im steigen. Hunger und Angst breiten sich aus, vor allem bei Menschen, die immer nur von dem Geld lebten, das sie verdient haben und keine Reserven besitzen. In einigen Landesteilen kam es bereits zu Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen. Die Grenzen sind geschlossen, es ist auch nicht mehr möglich im Land zu Reisen. Städte und Regionen sind abgeriegelt. Depressionen breiten sich aus. Universitäten und Schulen sind geschlossen. Wir haben eine Notversorgung für unsere Projektfamilien organisiert. Das normale tägliche Leben gibt es derzeit nicht mehr. Es gibt Notverteilungen von Gutscheinen für Lebensmittel- und Hygienematerial durch die DHS. Es finden Online-Unterrichte über “Zoom” durch die DHS statt und in einigen besonderen Fällen werden weitere Nothilfen ausgegeben. Alles ist recht schwierig, weil auch hier Kontaktsperren, etc. gelten.

Auf den Philippinen ist die Lage mehr als kritisch. Das gewohnte Leben ist zusammengebrochen. Auch hier haben die Leute in den Slums von der Hand in den Mund gelebt und jetzt, wo es keine Jobs gibt und auch kein Kurzarbeiter- oder Arbeitslosengeld oder eine Lohnfortzahlung, aber alles geschlossen ist, geht Hunger um. Ordnungskräfte wurden schon überrannt und es kam zu Plünderungen. Die Gewalt nimmt zu und auch hier steigen die Preise. Die Menschen sitzen mit 3 oder 5 oder bis zu 10 Personen in kleinen Hütten. Viele dieser Hütten haben keinen Wasseranschluss und kein Klo. Es ist heiß in den Blech- und Bambushütten und es herrscht eine Ausgangssperre. Das Leben war schon ohne die Corona-Maßnahmen für viele Menschen die Hölle. Äußerungen wie: “in den Häusern verhungern wir und es ist unerträglich heiß. Sterben mehr von uns durch die Einschränkungen oder durch den Virus, wie lange müssen wir uns das bieten lassen?”, hört man öfter. Mit Lebensmitteln kann man kaum noch ungeschützt durch einige Slumteile laufen.

Es macht sich Hoffnungslosigkeit breit. Die Firmen sind weitgehend geschlossen, der Autoverkehr, der Verkehr der Drikes und Busse komplett unterbunden worden. Dort, wo es Lebensmittel gibt, schnellen die Preise nach oben und es gibt Rationierungen. Mittlerweile zog das Militär in den Straßen auf, um die Polizei zu verstärken. In den Slums gibt es kein Internet mehr und kaum Essen.

Wir haben die Unterrichte und den Regelbetrieb eingestellt und organisieren einen Notbetrieb. Dieser Notbetrieb umfasst in diesem Monat: Verteilungen von Lebensmitteln und Hygienematerial an unsere Patenkinder, ebenso die Verteilung von Notpaketen in 2 Slumbezirken mit jeweils rund 500-600 Menschen. Hier gilt unser Dank insbesondere Robert Göhler und seiner Frau Thes. Robert ist auf den Philippinen gestrandet und kommt nach einem Besuch der Familie seiner Frau nicht mehr nach Deutschland zurück. Es gibt keine Flüge. Jetzt haben sich Robert und seine Frau ehrenamtlich unserem Team um Lesley und Lorna angeschlossen. Thess und Robert machen mehrere Extrahilfen in den Slums möglich. Robert war und ist bereits seit mehreren Jahren in humanitären/sozialen Einrichtungen tätig. Eine super Verstärkung zur rechten Zeit.

 

Wer nicht nur reden will, sondern helfen will, kann jetzt für eines der Projekte spenden. Jeder Euro zählt und je mehr Hilfe wir bekommen, je mehr können wir tun.

Wir haben haupt- und ehrenamtliche Helfer/innen in den Projekten und können direkt Hilfe organsieren. Das Hauptproblem ist das Geld, um Hilfen kaufen zu können. In Mexiko haben wir durch die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Tonatico die Möglichkeit, im Rahmen des Katastrophenschutzes Hilfen zu organisieren und wir haben die Unterstützung der Behörden. In Georgien haben wir diese Möglichkeiten ebenfalls als anerkannte Hilfsorganisation aus der EU und durch unsere Kontakte und Partnerorganisation vor Ort. Auf den Philippinen haben wir im Rahmen der Nothilfe die Unterstützung der Stadtverwaltung, die auch ein Transportfahrzeug/Fahrer und ggf. Polizei zur Verfügung stellt und unsere Helfer/innen ungehindert durch die Straßensperren lässt.

Bitte helfen Sie uns. Sie können direkt für die Projekte spenden, einfach den Button “Spenden” oben auf dieser Seite anklicken. Die Projekte sind für jede denkbare Hilfe dankbar. Spenden sind natürlich steuerlich abzugsfähig.

Update zur Corona-Katastrophe

Unsere Projekte laufen im Notbetrieb weiter.

Es ist schwer etwas genaues zu sagen, da sich die Situation vor Ort, in jedem Projektland, täglich verändert.

In Mexiko ist es zwar nicht mehr im grünen Bereich, aber es geht im gelben Bereich fast wie zuvor weiter.

Auf den Philippinen und in Georgien steht alles auf rot und auf Quarantäne. Es gibt Gespräche mit Supermärkten, ob im Gutscheinsystem Hilfsgüter an die Patenfamilien verteilt werden können, erste Unterrichte wurden testweise auf das Internet verlegt und wo früher der Direktunterricht war, ist jetzt das Programm “Zoom” testweise eingesetzt. Wir arbeiten mit Hochdruck an Lösungen.

Die Probleme liegen jetzt auch in der Finanzierung der Projekte. Zum einen steigen die Lebensmittelpreise vor Ort, zum anderen kostet der Einsatz von Technik auch zusätzlich Geld.

Selbst wo man gebrauchte Notebooks oder Computer (Sachspenden, die aber auch hinten und vorne nicht ausreichen) ausgeben kann, da hat man immer noch nicht den Internetanschluss (wenngleich auch deutlich billiger als in Deutschland, dennoch sind 10 Euro im Monat für das Internet zu viel, wenn man nicht mal Geld für das tägliche Essen hat). Auf den Philippinen hat auch nicht jede Familie einen Stromanschluss und auf den Philippinen eskaliert die Lage in den Slums mehr und mehr. Die Kriminalität ist im Steigen, Hunger und Angst verstärken sich täglich.

Die Probleme waren groß und wurden jetzt, durch die Corona-Katastrophe deutlich größer.

Die Projekte sind besetzt und wir arbeiten an Notprogrammen und wir werden täglich überrascht, von neuen Veränderungen durch staatliche Anordnungen und die Realität vor Ort.

Ein Überblick:

Mexiko: Ausgangssperre = nein, vieles läuft -wenn auch mit vielen Einschränkungen- halbwegs weiter.

Georgien: Quarantäne mit hohen Geldstrafen verbunden. Preise steigen und nicht überall bekommt man noch alles, nicht überall ist noch geöffnet wie vor der Katastrophe. Busbetriebe sind eingestellt, das öffentliche Leben steht weitgehend still. Angst geht um und die Erinnerungen an das Jahr 1991 kommen bei vielen Menschen zurück. Das Land ist isoliert, die Arbeitslosigkeit steigt massiv.

Philippinen: Quarantäne mit hohen Geldstrafen verbunden, aber es ist auch direkte Prügel durch die Polizei möglich. Insbesondere in den Slums, wo unser Projekt ist, wurde das Leben unerträglich. Die Leute hatten ohnehin nicht viel und “lebten von der Hand in den Mund”. Jetzt steigt die Arbeitslosigkeit massiv und es gibt kein “Kurzerarbeitgeld” und keine “Sozialhilfe”. Not, Elend und Gewalt breiten sich aus.

Spenden für die Projekte sind willkommen. Ebenso freuen wir uns über neue Mitglieder und neue Patinnen/Paten.

Reden tun viele, wer wirklich helfen will und noch nicht Patin/Pate, Spender/in oder Fördermitlied ist, kann das hier tun/werden: www.dhs-kinderhilfe.de. Jeder Euro wird gebraucht und jede Hilfe ist nötig und willkommen!!!

Aufgrund des Carona-Katstrophenfalles stellen wir den Spendenshop vorerst ein

Unser Spendenshop ist bis auf weiteres geschlossen.

Aufgrund des Corona-Katastrophenfalles können wir keine Mitarbeiter/innen mit den Projektfamilien zum Einkaufen schicken. Es gibt teilweise polizeiliche Ausgangssperren in den Projekten, es kommt zu Übergriffen und Gewalt. Viele Menschen haben Angst die Häuser zu verlassen oder mit dem Bus zu fahren. In Deutschland ist die Lage kritisch, in unseren Projektländern ist die Lage deutlich schlechter. Auf den Philippinen greift der Hunger um sich, auch in Georgien und in Mexiko verschlechtert sich die Lage täglich.

Wenn Sie helfen möchten, können Sie für ein Projekt spenden. Das hilft zur Zeit der Gemeinschaft aller Projektkinder und Projektfamlien und hilft der Aufrechterhaltung unserer Projektstrukturen. Es wird viel Hilfe benötigt und diese Hilfe wird jetzt in der Not auf alle gleich umgelegt.

Sobald die Lage besser wird, werden wir hier auf dieser WebSeite informieren und den individuellen Spendenshop wieder aktivieren.

Bitte schicken Sie auch keine Pakete in die Projektländer. Wir haben niemanden, der die Pakete beim Zoll abholen und individuell zustellen kann. Es geht jetzt um die Gemeinschaft und um Solidarität. Das Erfüllen von Einzelwünschen, so gut es auch gemeint ist, ist zur Zeit nicht möglich. Mit den vorhandenen Ressourcen an Zeit und Geld müssen wir die Gemeinschaft sichern und wenn Sie helfen möchten und können, spenden Sie bitte für ein Projekt. Wir brauchen die Hilfe dringend. Wir haben in jedem Projekt hauptamtliche Mitarbeiter/innen und die Projekte arbeiten im Notbetrieb weiter. Ehrenamtliche Kräfte werden aus Sicherheitsgründen zur Zeit nicht eingesetzt, abgesehen davon sind auch die Grenzen geschlossen.

 

Probleme steigen

Aufgrund des Corona Virus rechnen wir in Georgien, aber deutlich mehr auf den Philippinen, mit Versorgungsproblemen im Lebensmittelbereich.

Wir sind stark auf zusätzliche Spenden und Hilfen angewiesen, um hier mehr tun zu können. Wir kommen von der Entwicklungshilfe in eine Not- und Katastrophenhilfe, wie wir sie aus unseren Projekten in Indonesien, Mosambik, Bosnien, Kroatien, dem Kosovo, Irak, etc. kennen.

Wer etwas spenden möchte, ist bei uns herzlich willkommen. Wer Mitglied in unserem Freundeskreis werden möchte, ist herzlich willkommen. Wer eine Patenschaft abschließen möchte, ist herzlich willkommen.

Der Coronavirus und unsere Projekte

Mittlerweile haben wir den Einsatz ehrenamtlicher Kräfte in den Projekten komplett eingestellt. Ebenso wurden Unterrichte verändert oder voerst -im Einklang mit den staatlichen Organen- gestoppt.

Dies betrifft insbesondere Georgien, aber mittlerweile auch mehr und mehr unser Projekt auf den Philippinen. Unser Projekt in Mexiko läuft bislang normal weiter und dort sind bislang keine “Coronafälle” bekannt.

Georgien ist mittlerweile auch fast komplett von der Außenwelt isoliert, es findet kaum noch Flugverkehr statt und über den Landweg ist das Land nur sehr schwer zu erreichen aber auch da muss man durch Transitländer, die die Einreise erschweren oder unmöglich machen. Das bedeutet auch, dass -wenn diese Situation noch länger anhält- höhere Lebensmittelpreise bei wenig vorhandendem Geld in der Bevölkerung, die Folge sein können. Ebenso werden wohl Teile der Wirtschaft kollabieren, was mehr Arbeitslosigkeit bedeuten wird. Man kann aktuell auch nicht mehr einfach nach Georgien reisen, zuerst erwartet den Reisenden (wenn er noch ein Flugzeug findet) eine 14tägige Quarantäne.

Die Lage spitzt sich mittlerweile in Deutschland zu, in den Entwicklungs- und Schwellenländern ist die Situation um ein Mehrfaches schlimmer.  Wir rechnen auf kurz oder lang in einigen Projekten mit Versorgungsproblemen im Lebensmittelbereich, wenn sich nichts ändert.

Es gibt bislang rund 6.000 Tote durch diesen Virus. Wenn man die Statistik betrachtet sind die Todesopfer großteils aus China, Italien, Iran und Südkorea. In Deutschland waren es nach Presseangaben bis heute morgen 7 Tote. Ebenfalls auffällig ist, dass die Todesfälle bislang in der Regel 67 Jahre plus sind.

Die Gefahr liegt dann auch darin, dass man sich im Flugzeug, im Bus, im Zug, in der Straßenbahn, beim Konzert, im Restaurant, im Supermarkt, in der Kirche, im Theater, auf Sitzungen mit vielen Leuten schnell anstecken kann. Auch wenn der Virus dann für einen selbst vielleicht nicht tödlich verläuft oder wie eine Erkältung wirkt, kann man ihn doch heimtragen zu Eltern, Großeltern, Verwandten und Freunden, bei denen der Virus tödlich verlaufen kann. Deshalb macht es durchaus Sinn, größere Menschenansammlungen zu vermeiden und besonders ältere Menschen zu schützen.

Ebenfalls macht es Sinn sich vor dem Essen, wie nach dem Essen die Hände zu waschen. Es macht Sinn, sich nach dem Klobesuch die Hände zu waschen. Es macht Sinn sich die Hände zu waschen, wenn man Sachen anfasste (vor allem wo viele Leute sind), denn der Virus kann sich über Tage auch auf Gegenständen halten. Natürlich macht es auch Sinn sich die Hände zu waschen, wenn man Geld anfasste. Gerade hier können Viren und Bakterien massiv übertragen werden. Hände waschen heißt übrigens, mindestens 20-30 Sekunden die Hände waschen mit Seife. Lebensmittel sind zu schützen und wegzuschließen, sie sollten nicht offen auf dem Tisch herumliegen oder wo Leute dran vorbeilaufen. Hustet oder nießt man, dann in die Armbeuge. Gebrauchte Taschentücher umgehend entsorgen, am besten in einem isolierten Gegenstand. Wer denkt, er ist krank sollte seinen Arzt anrufen und weiteres abklären (auf keinen Fall in die Praxis gehen ohne vorher anzurufen, man kann so noch mehr Menschen anstecken).

 

 

DHS 2020, eine Vorschau

Liebe Patinnen und Paten, Fördermitglieder und Freunde der Entwicklungshilfe,

wir sind im Jahr 2020 angekommen und das bedeutet auch für unsere DHS, dass nun weitere Veränderungen stattfinden.

Zum einen wird es das Jahr werden, in dem die Ausbildung von ehrenamtlichen Helfer/innen und Mitarbeiter/innen im Vordergrund stehen wird.

Zum anderen werden wir an der Ausrichtung der DHS weiter arbeiten. Wir wollen mehr im Bereich Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit tun, und das insbesondere im Bezug auf die Menschenrechte.

Die direkte Entwicklungshilfe ist ein Punkt, der wichtig ist und direkt hilft. Ebenso wichtig ist allerdings auch die politische Menschenrechtsarbeit.

Viele Kinder-, Jugendliche, wie auch Erwachsene haben oft keine Chance dem Kreislauf der Armut zu entkommen. Fehlende Bildung, fehlendes Geld und die mit dem Alter oft steigende Hoffnungslosigkeit sind ein Erscheinungsbild, dem man in den Projektländern deutlich öfter begegnet als in unseren Industrieländern. Hinzu kommen verkrustete, oft korrupte Systeme, die eigentlich keine Veränderung möchten. Offiziell steht man hinter der Entwicklungshilfe, in Wirklichkeit mag man sie nicht immer. Mit der Veränderung, mit dem Ansteigen der Bürgerrechte, wird auch so manche durch Korruption erworbene Komfortzone verschwinden, in der sich so manches “elitäre” Mitglied der Gesellschaft mit wenig Arbeit zu verhältnismäßig viel “Reichtum und Wichtigsein” hocharbeitete.

Kindergärten, Schulen und Unis muss man hier genauer ins Visier nehmen. Denn dort wird die Zukunft eines Landes gestaltet. Eine gute reale Ausbildung (und nicht durch Sympathie , Politik oder “durch Geschenke” motiviert) muss im Vordergrund stehen. Ebenso ist es wichtig, dass jeder Studierende seine Rechte kennt und auch die Möglichkeit hat, bei Stellen außerhalb seiner Uni Beschwerden einzulegen. Professoren, die die Not der Studierenden nutzen und sie sexuell belästigen, gibt es leider immer noch und die gehören definitiv nicht in den Staatsdienst. Während einige “Macho-Männer” hier vielleicht noch lächeln, sollte man Frauen- und Menschenrechtsverbänden die Möglichkeit geben auch an Universitäten Vorträge über die Rechte der Studierenden zu halten und effektive Beschwerdestellen aufbauen.

Ebenso ist es wichtig Behörden genauer zu beobachten. Denn Korruption, eine fehlende Ausbildung und Trägheit in vielen  Behörden verhindern oftmals die Entwicklung im Land. Wer sich bewegt, wird oft mit so vielen Steuern und Vorschriften und Kosten belegt, dass es schon gar keinen Sinn mehr macht sich selbständig zu machen oder eine Firma zu gründen. Wer es dann doch schafft, wird schnell mit “Sonderzahlungen” konfrontiert, ohne die mal das Wasser abgestellt wird, der Strom abgestellt wird oder einfach bürokratische Probleme auftreten, die ein Wachstum im Geschäft kaum ermöglichen.

Das ist nicht in jedem Land gleich, es ist auch nicht in jeder Region gleich. Es gibt viele gute Menschen, die gut arbeiten. Es sind aber die, die an ihrer Gesellschaft verdienen, ihr aber nicht dienen, die die Probleme bereiten. Das gibt es in jedem Land. Nur wo diese Leute zu viel werden, droht ein Verlust an Menschenwürde und es droht ein Wirtschaftsinfarkt. Damit sind wir wieder bei Leid, Armut und fehlenden Entwicklungsmöglichkeiten für die nächste Generation. Gerade deshalb sind Bildung und die Vermittlung von Werten, wie wir das in unseren Patenschaftsprojekte organisieren besonders wichtig.

Und hier gebührt Ihnen ein besonderer Dank. Denn ohne Ihre Patenschaften, Spenden, Förderbeiträge und den ehrenamtlichen Einsatz unserer Helfer/innen und Mitarbeiterinnen wäre all dies nicht möglich.

In diesem Sinne, wir werden 2020 unsere direkte Entwicklungshilfe weiter ausbauen, wir werden aber auch verstärkt eine politischen Menschenrechtsarbeit durchführen.

In den Projekten werden wir 2020 deutlich mehr Wert auf Bildung und die Vermittlung von Werten legen, wie in den Aufbau zu Kontakten zu z.B. Schulen und staatlichen Einrichtungen in Deutschland.

Projektziele bis Ende 2020:

Philippinen:  80 Kinder- und Jugendliche
Schwerpunkt: Bildung, Lebensmittelhilfe und Nothilfe

Mexiko:  65 Kinder- und Jugendliche
Schwerpunkt: Bildung, Lebensmittelhilfe und Nothilfe

Georgien:  80 Kinder- und Jugendliche.
Schwerpunkt: Bildung und Nothilfe.  Lebensmittelhilfe über die Wintermonate (bis April 20 und dann wieder November 20 bis April 21).

Wir wünschen Ihnen Gottes Segen, Gesundheit, Glück und Erfolg im neuen Jahr.

Ihr

Uwe Breininger
Vorsitzender des Verwaltungsrates

 

 

In den Projekten laufen die Weihnachtsvorbereitungen auf Hochtouren

Patenschaften

Ob im “Otto und Oscar” Projekt in Angeles auf den Philippinen, im “Margret-Heimberger-Projekt in Tiflis/Georgien oder im “Rosa-Wagner-Projekt” in Tonatico/Mexiko, überall laufen die Vorbereitungen für Weihnachten auf Hochtouren.

Weihnachtsfeiern, Gedichte, Tänze, Theaterstücke und viele Dinge mehr werden jetzt einstudiert und alle freuen sich auf Weihnachten.

Das Projektpersonal ist in dieser Zeit besonders gut ausgelastet und wird zusätzlich durch die Verwaltung in Deutschland unterstützt (deshalb gibt es nur eine Notverwaltung in Deutschland, die Verwaltung ist zwischen den Jahren bis zum 14. Januar 20 vollauf mit Projektarbeit beschäftigt.

Danach geht es weiter mit den Spendenquittungen.

Unsere Verwaltung ist bis zum 15. Januar 2020 geschlossen.

Unsere Verwaltung in Deutschland ist von Montag, den 23 Dezember bis Dienstag, den 14. Januar geschlossen. Erster Arbeitstag ist Mittwoch, der 15.01.20.

Die Projekte sind besetzt und arbeiten weiter, neue Patenschaften werden in dieser Zeit ebenfalls durch unseren Notdienst bearbeitet.

Unser Notdienst ist von Montag bis Freitag (aber nicht an Feiertagen) in der Zeit von 09.00 bis 10.00 Uhr erreichbar. Das geht über die Telefonnummer: 06337/ 20 99 132 oder per E-Mail: post@dhs-kinderhilfe.de.

 

 

 

Gemeinsame Sitzung von Verwaltungs- und Stiftungsrat

Am heutigen Samstag (14.12.19) findet ab 15.00 Uhr die gemeinsame nichtöffentliche Jahresabschlußsitzung unseres Verwaltungs- und Stiftungsrates im DHS-Haus Zweibrücken statt.

Tagesordnung:

1. Jahresrückblick
2. Projektarbeit 2020
3. Haushaltsplan 2020
4. Neuregelungen in 2020
5. Nachwahlen
6. Verschiedenes

Im Anschluss an die Sitzung findet die gemeinsame Weihnachtsfeier statt.

Spendenaufruf zu Weihnachten

 Hallo alle zusammen, 

Wir haben seit 2008 ein Hilfsprojekt mit 109 Kindern in Tiflis. Tiflis ist die Hauptstadt von Georgien. Das Projekt trägt den Namen „Margret-Heimberger“.

Die Kinder leben in Familien, einige leben auch nur mit einem Elternteil zusammen, andere bei der Großmutter oder wurden von fremden Leuten aufgenommen.

Eines haben alle gemeinsam, es fehlt oft das Geld um satt zu werden, es gibt in vielen Unterkünften keine richtige und manchmal auch keine Heizung, nicht jede Wohnung hat einen Wasseranschluss und was man so Wohnung nennt, ist oft ein halb zerfallenes Gebäude oder das sind 1-2 heruntergekommene Zimmer, in die es auch hineinregnet. Viele Eltern sind nicht in der Lage ihren Kindern selbst zu helfen und von staatlicher Seite geschieht nahezu nichts greifbares.

Eine Krankenkasse wie bei uns, gibt es nicht. Wer kein Geld hat, der kann sich keine Medikamente kaufen und nötige Arztbesuche bleiben aus. Die Preise sind oft ähnlich hoch wie bei uns, das Einkommen liegt allerdings bei ca. 200 bis 300 Euro. Davon muss dann eine Familie leben. Das reicht nicht um sich vor Wind und Wetter zu schützen, das reicht nicht für viele andere nötige Dinge und das reicht nicht um an einem sinnvollen Schulbesuch teilzunehmen.

Wir haben in Tiflis, im Stadtteil Vasisubani, in der Nähe der Polizeistation einen eigenen Jugendraum eingerichtet. Hier holen wir Kinder von der Straße und bieten Sprachkurse in Englisch und Deutsch an, Mathe- und Logikkurse, Moderne Tänze, klassische Georgische Tänze, Basteln, Theater, Ethik und Allgemeinbildung. Während der Unterrichte gibt es auch etwas zu Essen. Zusätzlich schicken wir die Kinder zur Schule, kontrollieren den Schulbesuch und besorgen das nötige Schulmaterial. Wo die Not in den Familien groß ist, organisieren wir jetzt über Winter Lebensmittelpakete und versuchen auch in anderen Bereichen zu helfen (z.B. Folie gegen den Wind, Brennholz besorgen wo eine Heizmöglichkeit besteht).

Und hier haben wir finanzielle Engpässe. Wir finanzieren uns über Spenden, Patenschaften und Mitgliedsbeiträge. Staatliche, kirchliche oder kommerzielle Förderer haben wir nicht. Das heißt, wir können auch dort helfen, wo Hilfe sinnvoll ist ohne weisungsgebunden zu sein.

Um die Hilfe und das Projekt über Winter halten zu können, fehlen uns rund 14.000 Euro. Deshalb dieser Spendenaufruf. Wenn viele Menschen mitmachen, erreichen wir das Ziel, wie auch in den Vorjahren.  

Jede einzelne Spende und jeder Euro zählen.

Unser bekanntes Konto Nr.:  IBAN: DE70 5929 1200 2182 4800 13,
BIC: GENODE51BEX, kann ab sofort genutzt werden. Es sind auch Spenden über unsere Homepage möglich: www.nothilfe.de.

Wir arbeiten mit wenigen hauptamtlichen Kräften, dafür mit vielen qualifizierten ehrenamtlichen Helfer/innen. Unser Stiftungsrat und unser Kuratorium sind ehrenamtlich tätig und erhalten keine Vergütungen. Unsere Verwaltungskosten liegen jährlich bei ca. 17-18%. In der Schirmherrschaft zu der Aktion sind wieder: Doris Pack (MdEP a.D.), Anita Schäfer (MdB), Angelika Glöckner (MdB) und Ralf Hechler (Bürgermeister von Ramstein). Spenden sind natürlich steuerlich abzugsfähig, die Spendenquittung gibt es automatisch Anfang Januar, auf Wunsch gerne früher.

Grüße aus der Pfalz

 Ihr
DHS Team

 

Ps.: Sie helfen uns auch weiter, wenn Sie Freunde und Bekannte, die ähnlich denken, auf unsere Aktion ansprechen. Gemeinsam erreichen wir mehr.

Neuigkeiten aus Georgien

Neuigkeiten aus Georgien.

-4 junge Leute (3 Studentinnen und ehemalige Projektteilnehmerinnen, Tamuna T., Mariam E., Anuki M., wie Maria K.) erhielten die Möglichkeit die Projektarbeit neu zu gestalten. Das taten sie auch.

Mittlerweile haben wir im Projekt folgende neue Angebote:

1. Eigene Mathe- und Logikkurse

2. Einen eigenen Englischsprachkurs

3. Einen eigenen Deutschkurs bis A2, ab B1 geht es zu Goethe

4. Eine eigene Tanzgruppe “Georgische Tänze”

5. Eine eigene Tanzgruppe “Moderne Tänze”

6. Eine eigene Bastellgruppe

7. Eine eigene Theatergruppe

8. Eigene Kurse “Allgemeinbildung und Ethik”

Während der Kurse gibt es in den Pausen auch eine Verpflegung. Das wird bereits gerne angenommen.

Aktuell gelten die Angebote für alle Projektteilnehmer/innen im Umkreis von Vazizubani und sind ein Probelauf.

Von Montag bis Sonntag ist Leben im neuen Jugendraum. Ganz fertig ist er aber noch nicht, es fehlt noch etwas Geld für einige Ausstattungsdinge (Jalousine, Leitung für die Heizung, etc.). Da muss noch was geschehen bevor der Winter kommt. Wahrscheinlich machen wir einen Spendenaufruf.

Darüber hinaus gibt es noch eine rechtliche Veränderung.

Bislang war das Projekt als DHS-Aussenstelle angemeldet. Diese Aussenstelle und die Verwaltung werden aufgelöst und in neue Strukturen gefasst.

Kurzinfo zu den Projekten

Wir veröffentlichen mittlerweile viele aktuelle Berichte und vor allem Bilder auf unserer Facebookseite.

Das sind die Seiten:

-Deutsche Humanitäre Stiftung (öffentlich und kann über den Button oben links, neben dem Spendenbutton, erreicht werden).

-DHS Projektgruppe (interne Seite für Spenderinnen/Spender, Patinnen/Paten, Fördermitglieder und aktive Helfer/innen, wie aktive Freunde der DHS).

Reinsehen lohnt sich.

 

Angenehmer Besuch

Fikret D. kam zu Besuch.

1995 hatte die DHS überlebende der Massaker von Srebrenica unterstützt. Rund 900 Kinder, 300 Frauen und ca. 50 Männer fanden für gut ein Jahr Zuflucht bei der DHS in Nordbosnien.

Heute, am Sonntag, den 04.08. meldete sich überraschender Weise Fikret D. bei uns und kam zum DHS Haus. Fikret ist in Saarbrücken bei Verwandten und wollte die DHS sehen.

DHS Jahresfeier 2019

Termin vormerken 🙂

Der Tag für Interessenten, Freunde, Patinnen, Paten, Spenderinnen, Spender, Fördermitglieder und Helfer/innen.

Die Pottschütthöhe (zwischen Battweiler und Rieschweiler) in Rheinland-Pfalz, leicht erreichbar über die A6, A8 von Kaiserslautern, Pirmasens und Homburg. Nähere Infos können in unserem Projektbüro abgerufen werden: Tel. 06337/ 20 99 132, oder über Frau Datashvili, E-Mail: eka.datashvili@dhs-hilft.de.

Gründungsmitglied verstorben

Heute haben wir eine traurige Nachricht.

Unser Freund Helmut Heimberger ist nach langem Kampf im Alter von 80 Jahren verstorben. Helmut war ehrenamtlicher Helfer der ersten Stunde und organisierte mit seiner Frau Margret und vielen Freunden der Kolpingsfamilie Oedheim regelmäßig humanitäre Hilfsgütertransporte und Spendenevents. Helmut hatte zwei Patenschaften und selbst anzupacken, gehörte bei ihm dazu wie das tägliche Essen.

Die Projekte, unsere Stiftung, wie auch unsere Helfer/innen verloren einen guten treuen Freund. In unseren Herzen wird er weiter leben.

Wir wünschen den Hinterbliebenen viel Kraft.