Georgien

Das Elend in den Projekten steigt weiter an

Kurzinfo:

In Mexiko wird die Verteilung für Mai durchgeführt, die “Corona-Lage” ist nach wie vor relativ entspannt. Die Armut dort ist aber auch ohne Corona schon groß genug gewesen.

Auf den Philippinen hält die schlechte Lage an. Hier wird wieder eine Notverteilung vorbereitet, ähnlich wie im letzten Monat. Ausgangssperren, Polizei und Militär beherrschen das Stadtbild.

In Georgien ist die Lage ebenfalls nach wie vor angespannt.
Ausgangssperren und viele Restriktionen gehören zum Gesamtbild im Land.

Wir erhalten immer mehr Anrufe, vor allem in Georgien und auf den Philippinen, wo Leute weinen und um Essen bitten. In jedem Projekt haben wir eigene Helfer/innen vor Ort, die unter sehr schwierigen Bedingungen ihr Bestes geben. Je mehr Hilfe wir organisieren können, je mehr Hilfe können wir in die Projekte weiterleiten.

Spenden kann man auch über diese Seite (Rote Spendenbutton oben rechts).

Corona Zeit – Patenkinder erzählen von ihren eingeschränkten Lebensmöglichkeiten

Unser Wettbewerb “Unser Leben während der Corona-Zeit” ist beendet.

Teilgenommen haben Projektkinder, die in Deutsch oder Englisch A1 oder A2 besitzen.

Gewonnen haben: Nana, Salome und Barbare. Abgabeschluss war am Freitag, den 08. Mai. Die Preise standen schon vorher fest, nur wer welchen Preis bekommt, das wurde erst am Samstag entschieden.

Viele Projektkinder haben sich viel Mühe gegeben. Manche haben die Präsentation, wie wir von den Betreuern erfuhren, auf einem ausgeliehenen Handy gemacht.

Für die Siegerin gab es ein gebrauchtes IPhone 6, das von einem Paten gespendet wurde. Für den 2.ten und 3.ten Platz gab es einen Preis der von DHS-Mitgliedern gespendet wurde und für die weiteren Teilnehmer gab es von der DHS Buchpreise (die Bücher konnten sich die Jugendlichen selbst aussuchen). Das war ein bisschen wie Weihnachten und das in dieser schweren Zeit, wo man mehr oder minder zuhause eingesperrt ist unter oft schlimmen Bedingungen.

Wir fragen im Laufe der Woche nach, ob wir die Arbeiten veröffentlichen dürfen. Wenn ja, werden wir sie als PDF auf unsere Homepage stellen (aktuelle Seite).

In dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Anuki und Erekle in Georgien, die vor Ort sehr viel ehrenamtlich machen und für die Kinder und Familien in dieser schweren Zeit da sind. Ebenso ergeht ein herzliches Dankeschön an Lesley und Lorna auf den Philippinen, wie an Chrisi und das DIF-Team in Mexiko.

Die Lage spitzt sich zu. Not- und Katastrophenhilfe reicht nicht aus

Aktuelle Lage in unseren Projekten (Stand: 23. April 2020).

Fangen wir mit Mexiko an. Das  gewohnte Leben ist nur noch mit Einschränkungen möglich, aber es ist der “beste Projektort”, im Bezug auf die Corona-Katastrophe. Hunger gab es aber auch hier schon in den Schulen und Familien vor Corona und mit Corona wurde es nicht einfacher. Schulen und Universitäten, wie verschiedene Einrichtungen sind  geschlossen, das tägliche Leben läuft noch halbwegs erträglich. Verteilungen, Schulhilfen und der Spendenshop laufen bislang normal weiter. Im Projektort selbst gibt es nach den bisherigen Erkenntnssen keine Corona-Fälle.

In Georgien ist die Lage kritisch. Es gibt massive Einschränkungen des Lebens am Tag, wie eine absolute Ausgangssperre in der Nacht. Viele Menschen verlieren ihre Arbeit und dort gibt es keinen Ausgleich wie z.B. oft in Deutschland durch Kurzarbeit oder Soforthilfen. Viele Geschäfte sind geschlossen, die Preise für Lebensmittel steigen und sind weiter im steigen. Hunger und Angst breiten sich aus, vor allem bei Menschen, die immer nur von dem Geld lebten, das sie verdient haben und keine Reserven besitzen. In einigen Landesteilen kam es bereits zu Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen. Die Grenzen sind geschlossen, es ist auch nicht mehr möglich im Land zu Reisen. Städte und Regionen sind abgeriegelt. Depressionen breiten sich aus. Universitäten und Schulen sind geschlossen. Wir haben eine Notversorgung für unsere Projektfamilien organisiert. Das normale tägliche Leben gibt es derzeit nicht mehr. Es gibt Notverteilungen von Gutscheinen für Lebensmittel- und Hygienematerial durch die DHS. Es finden Online-Unterrichte über “Zoom” durch die DHS statt und in einigen besonderen Fällen werden weitere Nothilfen ausgegeben. Alles ist recht schwierig, weil auch hier Kontaktsperren, etc. gelten.

Auf den Philippinen ist die Lage mehr als kritisch. Das gewohnte Leben ist zusammengebrochen. Auch hier haben die Leute in den Slums von der Hand in den Mund gelebt und jetzt, wo es keine Jobs gibt und auch kein Kurzarbeiter- oder Arbeitslosengeld oder eine Lohnfortzahlung, aber alles geschlossen ist, geht Hunger um. Ordnungskräfte wurden schon überrannt und es kam zu Plünderungen. Die Gewalt nimmt zu und auch hier steigen die Preise. Die Menschen sitzen mit 3 oder 5 oder bis zu 10 Personen in kleinen Hütten. Viele dieser Hütten haben keinen Wasseranschluss und kein Klo. Es ist heiß in den Blech- und Bambushütten und es herrscht eine Ausgangssperre. Das Leben war schon ohne die Corona-Maßnahmen für viele Menschen die Hölle. Äußerungen wie: “in den Häusern verhungern wir und es ist unerträglich heiß. Sterben mehr von uns durch die Einschränkungen oder durch den Virus, wie lange müssen wir uns das bieten lassen?”, hört man öfter. Mit Lebensmitteln kann man kaum noch ungeschützt durch einige Slumteile laufen.

Es macht sich Hoffnungslosigkeit breit. Die Firmen sind weitgehend geschlossen, der Autoverkehr, der Verkehr der Drikes und Busse komplett unterbunden worden. Dort, wo es Lebensmittel gibt, schnellen die Preise nach oben und es gibt Rationierungen. Mittlerweile zog das Militär in den Straßen auf, um die Polizei zu verstärken. In den Slums gibt es kein Internet mehr und kaum Essen.

Wir haben die Unterrichte und den Regelbetrieb eingestellt und organisieren einen Notbetrieb. Dieser Notbetrieb umfasst in diesem Monat: Verteilungen von Lebensmitteln und Hygienematerial an unsere Patenkinder, ebenso die Verteilung von Notpaketen in 2 Slumbezirken mit jeweils rund 500-600 Menschen. Hier gilt unser Dank insbesondere Robert Göhler und seiner Frau Thes. Robert ist auf den Philippinen gestrandet und kommt nach einem Besuch der Familie seiner Frau nicht mehr nach Deutschland zurück. Es gibt keine Flüge. Jetzt haben sich Robert und seine Frau ehrenamtlich unserem Team um Lesley und Lorna angeschlossen. Thess und Robert machen mehrere Extrahilfen in den Slums möglich. Robert war und ist bereits seit mehreren Jahren in humanitären/sozialen Einrichtungen tätig. Eine super Verstärkung zur rechten Zeit.

 

Wer nicht nur reden will, sondern helfen will, kann jetzt für eines der Projekte spenden. Jeder Euro zählt und je mehr Hilfe wir bekommen, je mehr können wir tun.

Wir haben haupt- und ehrenamtliche Helfer/innen in den Projekten und können direkt Hilfe organsieren. Das Hauptproblem ist das Geld, um Hilfen kaufen zu können. In Mexiko haben wir durch die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Tonatico die Möglichkeit, im Rahmen des Katastrophenschutzes Hilfen zu organisieren und wir haben die Unterstützung der Behörden. In Georgien haben wir diese Möglichkeiten ebenfalls als anerkannte Hilfsorganisation aus der EU und durch unsere Kontakte und Partnerorganisation vor Ort. Auf den Philippinen haben wir im Rahmen der Nothilfe die Unterstützung der Stadtverwaltung, die auch ein Transportfahrzeug/Fahrer und ggf. Polizei zur Verfügung stellt und unsere Helfer/innen ungehindert durch die Straßensperren lässt.

Bitte helfen Sie uns. Sie können direkt für die Projekte spenden, einfach den Button “Spenden” oben auf dieser Seite anklicken. Die Projekte sind für jede denkbare Hilfe dankbar. Spenden sind natürlich steuerlich abzugsfähig.

Aktuelle Information: Projektpost in Georgien und auf den Philippinen eingestellt

Aufgrund der Corona-Katastrophe ändern sich viele Behörden- und Sicherheitsvorgaben fast täglich.

Aktuell kann in den Projekten in Georgien und auf den Philippinen Post von Patenkindern an die Paten oder Post von den Paten an die Patenkinder -bis auf weiteres- NICHT mehr zugestellt werden.

Wir bitten deshalb um Verständnis, wenn wir vorerst keine Patenpost mehr weiterleiten. Sobald sich die Sicherheits- und Rechtslage geändert hat, werden wir die Post übersetzen und an die Empfänger weiterleiten.

Das Zustellen von Post, wie verschiedene Bringdienste wurden zum Schutz der “Überbringer und Abnehmer” gesetzlich verboten und unter hohe Geldstrafen gestellt. Kurz, alle Kontakte, die nicht systemrelevant sind, müssen vorerst unterbleiben.

 

 

 

 

Update zur Corona-Katastrophe

Unsere Projekte laufen im Notbetrieb weiter.

Es ist schwer etwas genaues zu sagen, da sich die Situation vor Ort, in jedem Projektland, täglich verändert.

In Mexiko ist es zwar nicht mehr im grünen Bereich, aber es geht im gelben Bereich fast wie zuvor weiter.

Auf den Philippinen und in Georgien steht alles auf rot und auf Quarantäne. Es gibt Gespräche mit Supermärkten, ob im Gutscheinsystem Hilfsgüter an die Patenfamilien verteilt werden können, erste Unterrichte wurden testweise auf das Internet verlegt und wo früher der Direktunterricht war, ist jetzt das Programm “Zoom” testweise eingesetzt. Wir arbeiten mit Hochdruck an Lösungen.

Die Probleme liegen jetzt auch in der Finanzierung der Projekte. Zum einen steigen die Lebensmittelpreise vor Ort, zum anderen kostet der Einsatz von Technik auch zusätzlich Geld.

Selbst wo man gebrauchte Notebooks oder Computer (Sachspenden, die aber auch hinten und vorne nicht ausreichen) ausgeben kann, da hat man immer noch nicht den Internetanschluss (wenngleich auch deutlich billiger als in Deutschland, dennoch sind 10 Euro im Monat für das Internet zu viel, wenn man nicht mal Geld für das tägliche Essen hat). Auf den Philippinen hat auch nicht jede Familie einen Stromanschluss und auf den Philippinen eskaliert die Lage in den Slums mehr und mehr. Die Kriminalität ist im Steigen, Hunger und Angst verstärken sich täglich.

Die Probleme waren groß und wurden jetzt, durch die Corona-Katastrophe deutlich größer.

Die Projekte sind besetzt und wir arbeiten an Notprogrammen und wir werden täglich überrascht, von neuen Veränderungen durch staatliche Anordnungen und die Realität vor Ort.

Ein Überblick:

Mexiko: Ausgangssperre = nein, vieles läuft -wenn auch mit vielen Einschränkungen- halbwegs weiter.

Georgien: Quarantäne mit hohen Geldstrafen verbunden. Preise steigen und nicht überall bekommt man noch alles, nicht überall ist noch geöffnet wie vor der Katastrophe. Busbetriebe sind eingestellt, das öffentliche Leben steht weitgehend still. Angst geht um und die Erinnerungen an das Jahr 1991 kommen bei vielen Menschen zurück. Das Land ist isoliert, die Arbeitslosigkeit steigt massiv.

Philippinen: Quarantäne mit hohen Geldstrafen verbunden, aber es ist auch direkte Prügel durch die Polizei möglich. Insbesondere in den Slums, wo unser Projekt ist, wurde das Leben unerträglich. Die Leute hatten ohnehin nicht viel und “lebten von der Hand in den Mund”. Jetzt steigt die Arbeitslosigkeit massiv und es gibt kein “Kurzerarbeitgeld” und keine “Sozialhilfe”. Not, Elend und Gewalt breiten sich aus.

Spenden für die Projekte sind willkommen. Ebenso freuen wir uns über neue Mitglieder und neue Patinnen/Paten.

Reden tun viele, wer wirklich helfen will und noch nicht Patin/Pate, Spender/in oder Fördermitlied ist, kann das hier tun/werden: www.dhs-kinderhilfe.de. Jeder Euro wird gebraucht und jede Hilfe ist nötig und willkommen!!!

Probleme steigen

Aufgrund des Corona Virus rechnen wir in Georgien, aber deutlich mehr auf den Philippinen, mit Versorgungsproblemen im Lebensmittelbereich.

Wir sind stark auf zusätzliche Spenden und Hilfen angewiesen, um hier mehr tun zu können. Wir kommen von der Entwicklungshilfe in eine Not- und Katastrophenhilfe, wie wir sie aus unseren Projekten in Indonesien, Mosambik, Bosnien, Kroatien, dem Kosovo, Irak, etc. kennen.

Wer etwas spenden möchte, ist bei uns herzlich willkommen. Wer Mitglied in unserem Freundeskreis werden möchte, ist herzlich willkommen. Wer eine Patenschaft abschließen möchte, ist herzlich willkommen.

Der Coronavirus und unsere Projekte

Mittlerweile haben wir den Einsatz ehrenamtlicher Kräfte in den Projekten komplett eingestellt. Ebenso wurden Unterrichte verändert oder voerst -im Einklang mit den staatlichen Organen- gestoppt.

Dies betrifft insbesondere Georgien, aber mittlerweile auch mehr und mehr unser Projekt auf den Philippinen. Unser Projekt in Mexiko läuft bislang normal weiter und dort sind bislang keine “Coronafälle” bekannt.

Georgien ist mittlerweile auch fast komplett von der Außenwelt isoliert, es findet kaum noch Flugverkehr statt und über den Landweg ist das Land nur sehr schwer zu erreichen aber auch da muss man durch Transitländer, die die Einreise erschweren oder unmöglich machen. Das bedeutet auch, dass -wenn diese Situation noch länger anhält- höhere Lebensmittelpreise bei wenig vorhandendem Geld in der Bevölkerung, die Folge sein können. Ebenso werden wohl Teile der Wirtschaft kollabieren, was mehr Arbeitslosigkeit bedeuten wird. Man kann aktuell auch nicht mehr einfach nach Georgien reisen, zuerst erwartet den Reisenden (wenn er noch ein Flugzeug findet) eine 14tägige Quarantäne.

Die Lage spitzt sich mittlerweile in Deutschland zu, in den Entwicklungs- und Schwellenländern ist die Situation um ein Mehrfaches schlimmer.  Wir rechnen auf kurz oder lang in einigen Projekten mit Versorgungsproblemen im Lebensmittelbereich, wenn sich nichts ändert.

Es gibt bislang rund 6.000 Tote durch diesen Virus. Wenn man die Statistik betrachtet sind die Todesopfer großteils aus China, Italien, Iran und Südkorea. In Deutschland waren es nach Presseangaben bis heute morgen 7 Tote. Ebenfalls auffällig ist, dass die Todesfälle bislang in der Regel 67 Jahre plus sind.

Die Gefahr liegt dann auch darin, dass man sich im Flugzeug, im Bus, im Zug, in der Straßenbahn, beim Konzert, im Restaurant, im Supermarkt, in der Kirche, im Theater, auf Sitzungen mit vielen Leuten schnell anstecken kann. Auch wenn der Virus dann für einen selbst vielleicht nicht tödlich verläuft oder wie eine Erkältung wirkt, kann man ihn doch heimtragen zu Eltern, Großeltern, Verwandten und Freunden, bei denen der Virus tödlich verlaufen kann. Deshalb macht es durchaus Sinn, größere Menschenansammlungen zu vermeiden und besonders ältere Menschen zu schützen.

Ebenfalls macht es Sinn sich vor dem Essen, wie nach dem Essen die Hände zu waschen. Es macht Sinn, sich nach dem Klobesuch die Hände zu waschen. Es macht Sinn sich die Hände zu waschen, wenn man Sachen anfasste (vor allem wo viele Leute sind), denn der Virus kann sich über Tage auch auf Gegenständen halten. Natürlich macht es auch Sinn sich die Hände zu waschen, wenn man Geld anfasste. Gerade hier können Viren und Bakterien massiv übertragen werden. Hände waschen heißt übrigens, mindestens 20-30 Sekunden die Hände waschen mit Seife. Lebensmittel sind zu schützen und wegzuschließen, sie sollten nicht offen auf dem Tisch herumliegen oder wo Leute dran vorbeilaufen. Hustet oder nießt man, dann in die Armbeuge. Gebrauchte Taschentücher umgehend entsorgen, am besten in einem isolierten Gegenstand. Wer denkt, er ist krank sollte seinen Arzt anrufen und weiteres abklären (auf keinen Fall in die Praxis gehen ohne vorher anzurufen, man kann so noch mehr Menschen anstecken).

 

 

DHS 2020, eine Vorschau

Liebe Patinnen und Paten, Fördermitglieder und Freunde der Entwicklungshilfe,

wir sind im Jahr 2020 angekommen und das bedeutet auch für unsere DHS, dass nun weitere Veränderungen stattfinden.

Zum einen wird es das Jahr werden, in dem die Ausbildung von ehrenamtlichen Helfer/innen und Mitarbeiter/innen im Vordergrund stehen wird.

Zum anderen werden wir an der Ausrichtung der DHS weiter arbeiten. Wir wollen mehr im Bereich Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit tun, und das insbesondere im Bezug auf die Menschenrechte.

Die direkte Entwicklungshilfe ist ein Punkt, der wichtig ist und direkt hilft. Ebenso wichtig ist allerdings auch die politische Menschenrechtsarbeit.

Viele Kinder-, Jugendliche, wie auch Erwachsene haben oft keine Chance dem Kreislauf der Armut zu entkommen. Fehlende Bildung, fehlendes Geld und die mit dem Alter oft steigende Hoffnungslosigkeit sind ein Erscheinungsbild, dem man in den Projektländern deutlich öfter begegnet als in unseren Industrieländern. Hinzu kommen verkrustete, oft korrupte Systeme, die eigentlich keine Veränderung möchten. Offiziell steht man hinter der Entwicklungshilfe, in Wirklichkeit mag man sie nicht immer. Mit der Veränderung, mit dem Ansteigen der Bürgerrechte, wird auch so manche durch Korruption erworbene Komfortzone verschwinden, in der sich so manches “elitäre” Mitglied der Gesellschaft mit wenig Arbeit zu verhältnismäßig viel “Reichtum und Wichtigsein” hocharbeitete.

Kindergärten, Schulen und Unis muss man hier genauer ins Visier nehmen. Denn dort wird die Zukunft eines Landes gestaltet. Eine gute reale Ausbildung (und nicht durch Sympathie , Politik oder “durch Geschenke” motiviert) muss im Vordergrund stehen. Ebenso ist es wichtig, dass jeder Studierende seine Rechte kennt und auch die Möglichkeit hat, bei Stellen außerhalb seiner Uni Beschwerden einzulegen. Professoren, die die Not der Studierenden nutzen und sie sexuell belästigen, gibt es leider immer noch und die gehören definitiv nicht in den Staatsdienst. Während einige “Macho-Männer” hier vielleicht noch lächeln, sollte man Frauen- und Menschenrechtsverbänden die Möglichkeit geben auch an Universitäten Vorträge über die Rechte der Studierenden zu halten und effektive Beschwerdestellen aufbauen.

Ebenso ist es wichtig Behörden genauer zu beobachten. Denn Korruption, eine fehlende Ausbildung und Trägheit in vielen  Behörden verhindern oftmals die Entwicklung im Land. Wer sich bewegt, wird oft mit so vielen Steuern und Vorschriften und Kosten belegt, dass es schon gar keinen Sinn mehr macht sich selbständig zu machen oder eine Firma zu gründen. Wer es dann doch schafft, wird schnell mit “Sonderzahlungen” konfrontiert, ohne die mal das Wasser abgestellt wird, der Strom abgestellt wird oder einfach bürokratische Probleme auftreten, die ein Wachstum im Geschäft kaum ermöglichen.

Das ist nicht in jedem Land gleich, es ist auch nicht in jeder Region gleich. Es gibt viele gute Menschen, die gut arbeiten. Es sind aber die, die an ihrer Gesellschaft verdienen, ihr aber nicht dienen, die die Probleme bereiten. Das gibt es in jedem Land. Nur wo diese Leute zu viel werden, droht ein Verlust an Menschenwürde und es droht ein Wirtschaftsinfarkt. Damit sind wir wieder bei Leid, Armut und fehlenden Entwicklungsmöglichkeiten für die nächste Generation. Gerade deshalb sind Bildung und die Vermittlung von Werten, wie wir das in unseren Patenschaftsprojekte organisieren besonders wichtig.

Und hier gebührt Ihnen ein besonderer Dank. Denn ohne Ihre Patenschaften, Spenden, Förderbeiträge und den ehrenamtlichen Einsatz unserer Helfer/innen und Mitarbeiterinnen wäre all dies nicht möglich.

In diesem Sinne, wir werden 2020 unsere direkte Entwicklungshilfe weiter ausbauen, wir werden aber auch verstärkt eine politischen Menschenrechtsarbeit durchführen.

In den Projekten werden wir 2020 deutlich mehr Wert auf Bildung und die Vermittlung von Werten legen, wie in den Aufbau zu Kontakten zu z.B. Schulen und staatlichen Einrichtungen in Deutschland.

Projektziele bis Ende 2020:

Philippinen:  80 Kinder- und Jugendliche
Schwerpunkt: Bildung, Lebensmittelhilfe und Nothilfe

Mexiko:  65 Kinder- und Jugendliche
Schwerpunkt: Bildung, Lebensmittelhilfe und Nothilfe

Georgien:  80 Kinder- und Jugendliche.
Schwerpunkt: Bildung und Nothilfe.  Lebensmittelhilfe über die Wintermonate (bis April 20 und dann wieder November 20 bis April 21).

Wir wünschen Ihnen Gottes Segen, Gesundheit, Glück und Erfolg im neuen Jahr.

Ihr

Uwe Breininger
Vorsitzender des Verwaltungsrates

 

 

In den Projekten laufen die Weihnachtsvorbereitungen auf Hochtouren

Patenschaften

Ob im “Otto und Oscar” Projekt in Angeles auf den Philippinen, im “Margret-Heimberger-Projekt in Tiflis/Georgien oder im “Rosa-Wagner-Projekt” in Tonatico/Mexiko, überall laufen die Vorbereitungen für Weihnachten auf Hochtouren.

Weihnachtsfeiern, Gedichte, Tänze, Theaterstücke und viele Dinge mehr werden jetzt einstudiert und alle freuen sich auf Weihnachten.

Das Projektpersonal ist in dieser Zeit besonders gut ausgelastet und wird zusätzlich durch die Verwaltung in Deutschland unterstützt (deshalb gibt es nur eine Notverwaltung in Deutschland, die Verwaltung ist zwischen den Jahren bis zum 14. Januar 20 vollauf mit Projektarbeit beschäftigt.

Danach geht es weiter mit den Spendenquittungen.

Neuigkeiten aus Georgien

Neuigkeiten aus Georgien.

-4 junge Leute (3 Studentinnen und ehemalige Projektteilnehmerinnen, Tamuna T., Mariam E., Anuki M., wie Maria K.) erhielten die Möglichkeit die Projektarbeit neu zu gestalten. Das taten sie auch.

Mittlerweile haben wir im Projekt folgende neue Angebote:

1. Eigene Mathe- und Logikkurse

2. Einen eigenen Englischsprachkurs

3. Einen eigenen Deutschkurs bis A2, ab B1 geht es zu Goethe

4. Eine eigene Tanzgruppe “Georgische Tänze”

5. Eine eigene Tanzgruppe “Moderne Tänze”

6. Eine eigene Bastellgruppe

7. Eine eigene Theatergruppe

8. Eigene Kurse “Allgemeinbildung und Ethik”

Während der Kurse gibt es in den Pausen auch eine Verpflegung. Das wird bereits gerne angenommen.

Aktuell gelten die Angebote für alle Projektteilnehmer/innen im Umkreis von Vazizubani und sind ein Probelauf.

Von Montag bis Sonntag ist Leben im neuen Jugendraum. Ganz fertig ist er aber noch nicht, es fehlt noch etwas Geld für einige Ausstattungsdinge (Jalousine, Leitung für die Heizung, etc.). Da muss noch was geschehen bevor der Winter kommt. Wahrscheinlich machen wir einen Spendenaufruf.

Darüber hinaus gibt es noch eine rechtliche Veränderung.

Bislang war das Projekt als DHS-Aussenstelle angemeldet. Diese Aussenstelle und die Verwaltung werden aufgelöst und in neue Strukturen gefasst.

Team Eka und Maria im Einsatz

Unser Jugendraum in Tiflis ist fertig

 

Team Eka und Maria, übernehmen Sie!

Nachdem zuerst die Bauarbeiten der Hausverwaltung immer wieder verzögert wurden, gab es auch mit den Handwerkern immer wieder Probleme. Es wurde etwas gemacht, es blieb wieder alles 3-4 Wochen liegen…

Ausflug in Georgien

Nach langer Zeit gab es endlich wieder einen Gruppenausflug in Georgien.

Der Ausflug wurde von Eka, Maria, Anuki und Uwe organisiert. Einige ältere Projektkinder und Eltern halfen auch mit.

Es ging mit 21 Teilnehmern ins Kaukasusgebirge. Dort war ein sehr schönes Kloster in den Bergen. Die Klosteranlage bestand aus einem wunderschönen Park mit Grünflächen und einem Gebirgsfluß. Es gab mehrere Überdachte und nicht überdachte Sitzgruppen, frisches Brunnenwasser und eine Toilettenanlage.

Unser Jugendraum in Tiblisi ist fast fertig

Patenschaften

Patenschaftsprojekt in Tiblisi

Die Renovierungsarbeiten in unserem Jugendraum in Tiblisi neigen sich dem Ende zu.

Unser Helferteam (Eka, Maria, Anuki, Tamuna, Mariam und noch einmal Maria) bei den letzten Reinigungsarbeiten. Danach werden die Möbel vom alten Büro in den neuen Raum gebracht.

Unsere Projektjugendliche Mariam holt wieder eine Medaille

Patenschaften

Unsere Mariam Egadze hat es wieder einmal geschafft.

Mariam ist in unserem Projekt in Tiflis und macht zur Zeit ihr Abitur. Nebenbei ist sie Hochleistungssportlerin in der Leichtathletik und Mitglied der georgischen Nationalmannschaft. Sie war auch schon auf mancher Olympiade vertreten. Geld kann sie damit nicht verdienen, das geht in dem armen Land nicht. Dafür trainiert sie aber mindestens 3 mal die Woche und alles was an Zeit bleibt, geht ins Training.

Heute erhielt sie wieder eine Medaille. Bei den Stadtmeisterschaften -und Tiflis ist eine Großstadt- belegte sie den zweiten Platz.

Herzlichen Glückwunsch Mariam.

Einfach mal sinnvoll helfen

Ein Beispiel, von vielen. Unser Projekt in Georgien: Ein kleines Zimmer, ca. 3,5 x 3,0 Meter groß.

Das ist der Hauptlebensraum für 2 Menschen in einer kalten Ruine. Geschlafen wurde auf dem Boden. Da das Projektteam schon ziemlich ausgelastet war, erklärte sich unsere ehrenamtliche Studentin Anuki spontan bereit ein Bett für die Leute zu organisieren.

Gesagt, getan, das Bett kam am 04.02.19 an. DHS; Hilfe, die auch fern ab der Presse funktioniert… Dank Ihrer Spenden, Paten- und Mitgliedschaften!

Winterhilfe in Georgien

Es ist kalt, es ist Winter in Georgien. Lizzy und Irakli leben zusammen mit ihrer behinderten Mutter in einer kleinen Hütte, gebaut aus Holz, zusammengesuchten Steinen und Wellblechen. Einen Wasseranschluss gibt es nicht, kein WC und keine Küche. Das Zimmer ist so 3 x 3 Meter groß. Es ist das einzige Zimmer für die 3. Die beiden Kinder sind zwischen 7 und 14 Jahre alt und seit mehreren Jahren im DHS Projekt. Sie können zur Schule gehen, erhalten Lebensmittel.

Die Mutter (ca. 40 Jahre alt) arbeitet trotz ihrer schweren Behinderung am Markt. Steht jeden Tag 12 Stunden in der Kälte für oft nicht mal 5 Euro am Tag. Der Vater ging weg nach der Geburt der Kinder und dort gibt es auch keine Alimenten, wie z.B. in Deutschland und auch keine Krankenversicherung. Es gibt keine Sozialhilfe wie z.B. in Deutschland. Man lebt arm und auf sich gestellt. Eine Situation, die man zwar hört, aber die man oft erst richtig erfasst, wenn man selbst als Helfer/in direkt davor steht und in das Leben der Menschen “eintaucht”. So beschreiben es zumindest viele Helfer/innen.

Der Platz, wo die Hütte steht, kostet trotzdem Miete. 40 Euro im Monat, die man nur schwer aufbringen kann, vor allem im Winter, wenn man am Markt weniger verkauft. Der Vermieter wollte die 3 auf die Straße schicken Anfang Dezember, da übernahmen wir mit Mitgliedsbeiträgen die Miete für die Winterzeit. Unsere Projekthelferin Tiko hilft regelmäßig mit Lebensmitteln und wo es eng wird, helfen zusätzlich unsere ehrenamtlichen Helferinnen Maria und Anuki mit. Foto: Anuki beim Einkaufen mit Irakli und Lizzy Ende Januar 2019 (Maria fotografiert und ist leider nicht zu sehen).

Patenschaften, Mitgliedsbeiträge und Spenden wirken. Lizzy und Irakli sind 2 Kinder, von 115 Kindern, die zur Zeit durch die DHS in Georgien betreut werden und viele Kinder auf der Warteliste suchen noch Patinnen/Paten.