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Die DHS vor 25 Jahren

Vor 25 Jahren fand der Völkermord in Srebrenica statt.

Politisches Versagen und wirtschaftliche Interessen waren an der Tagesordnung. Die Spirale der Gewalt stieg und das Leben der Menschen wurde mehr zu Leid, als es noch lebenswert war.

Morde und Vergewaltigungen waren an der Tagesordnung. UN Schutzzonen wurden überrannt. Wer nicht weglaufen konnte, wurde brutal ermordet. Die UNO geriet in die Kritik “nur zuzusehen und wirtschaftliche Interessen der Mitgliedsländer zu verfolgen, aber nicht zu den Menchenrechten zu stehen”.

Wir bauten neben anderen Hilfseinsätzen ein Zeltdorf im Kriegsgebiet auf und unterstützten rund 900 Kinder, 300 Frauen und ca. 50 überlebende Männer, mit Lebensmitteln, Hygienematerial, Notunterkünften, einer med. Notversorgung durch eine eigene Ambulanz, wie durch eigene Unterrichte für die Kinder. Es war eine sehr schwere Zeit. Das Feuer der Artillerie und die Luftangriffe sind schwer zu vergessen, ebenso die geschundenen augemerkelten Menschen, die die Flucht aus den Kampfzonen überlebten.

Wir waren über ein Jahr vor Ort, zwischen Krieg und Oligarchen. Einen ehrenamtlichen Helfer, der sich als Arzt freiwillig meldete, verloren wir. Den vielen Opfern des Krieges, unserem toten Freund, allen Freunden die mithalfen und den vielen Menschen, die wir in unserem Camp kennenlernen durften gelten unsere Gedanken und unsere Freundschaft.

Für viele Menschen war das Camp der DHS eine Schutzburg und die letzte Hoffnung.