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Update zur Corona-Katastrophe

Unsere Projekte laufen im Notbetrieb weiter.

Es ist schwer etwas genaues zu sagen, da sich die Situation vor Ort, in jedem Projektland, täglich verändert.

In Mexiko ist es zwar nicht mehr im grünen Bereich, aber es geht im gelben Bereich fast wie zuvor weiter.

Auf den Philippinen und in Georgien steht alles auf rot und auf Quarantäne. Es gibt Gespräche mit Supermärkten, ob im Gutscheinsystem Hilfsgüter an die Patenfamilien verteilt werden können, erste Unterrichte wurden testweise auf das Internet verlegt und wo früher der Direktunterricht war, ist jetzt das Programm “Zoom” testweise eingesetzt. Wir arbeiten mit Hochdruck an Lösungen.

Die Probleme liegen jetzt auch in der Finanzierung der Projekte. Zum einen steigen die Lebensmittelpreise vor Ort, zum anderen kostet der Einsatz von Technik auch zusätzlich Geld.

Selbst wo man gebrauchte Notebooks oder Computer (Sachspenden, die aber auch hinten und vorne nicht ausreichen) ausgeben kann, da hat man immer noch nicht den Internetanschluss (wenngleich auch deutlich billiger als in Deutschland, dennoch sind 10 Euro im Monat für das Internet zu viel, wenn man nicht mal Geld für das tägliche Essen hat). Auf den Philippinen hat auch nicht jede Familie einen Stromanschluss und auf den Philippinen eskaliert die Lage in den Slums mehr und mehr. Die Kriminalität ist im Steigen, Hunger und Angst verstärken sich täglich.

Die Probleme waren groß und wurden jetzt, durch die Corona-Katastrophe deutlich größer.

Die Projekte sind besetzt und wir arbeiten an Notprogrammen und wir werden täglich überrascht, von neuen Veränderungen durch staatliche Anordnungen und die Realität vor Ort.

Ein Überblick:

Mexiko: Ausgangssperre = nein, vieles läuft -wenn auch mit vielen Einschränkungen- halbwegs weiter.

Georgien: Quarantäne mit hohen Geldstrafen verbunden. Preise steigen und nicht überall bekommt man noch alles, nicht überall ist noch geöffnet wie vor der Katastrophe. Busbetriebe sind eingestellt, das öffentliche Leben steht weitgehend still. Angst geht um und die Erinnerungen an das Jahr 1991 kommen bei vielen Menschen zurück. Das Land ist isoliert, die Arbeitslosigkeit steigt massiv.

Philippinen: Quarantäne mit hohen Geldstrafen verbunden, aber es ist auch direkte Prügel durch die Polizei möglich. Insbesondere in den Slums, wo unser Projekt ist, wurde das Leben unerträglich. Die Leute hatten ohnehin nicht viel und “lebten von der Hand in den Mund”. Jetzt steigt die Arbeitslosigkeit massiv und es gibt kein “Kurzerarbeitgeld” und keine “Sozialhilfe”. Not, Elend und Gewalt breiten sich aus.

Spenden für die Projekte sind willkommen. Ebenso freuen wir uns über neue Mitglieder und neue Patinnen/Paten.

Reden tun viele, wer wirklich helfen will und noch nicht Patin/Pate, Spender/in oder Fördermitlied ist, kann das hier tun/werden: www.dhs-kinderhilfe.de. Jeder Euro wird gebraucht und jede Hilfe ist nötig und willkommen!!!