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Winterhilfe in Georgien

Es ist kalt, es ist Winter in Georgien. Lizzy und Irakli leben zusammen mit ihrer behinderten Mutter in einer kleinen Hütte, gebaut aus Holz, zusammengesuchten Steinen und Wellblechen. Einen Wasseranschluss gibt es nicht, kein WC und keine Küche. Das Zimmer ist so 3 x 3 Meter groß. Es ist das einzige Zimmer für die 3. Die beiden Kinder sind zwischen 7 und 14 Jahre alt und seit mehreren Jahren im DHS Projekt. Sie können zur Schule gehen, erhalten Lebensmittel.

Die Mutter (ca. 40 Jahre alt) arbeitet trotz ihrer schweren Behinderung am Markt. Steht jeden Tag 12 Stunden in der Kälte für oft nicht mal 5 Euro am Tag. Der Vater ging weg nach der Geburt der Kinder und dort gibt es auch keine Alimenten, wie z.B. in Deutschland und auch keine Krankenversicherung. Es gibt keine Sozialhilfe wie z.B. in Deutschland. Man lebt arm und auf sich gestellt. Eine Situation, die man zwar hört, aber die man oft erst richtig erfasst, wenn man selbst als Helfer/in direkt davor steht und in das Leben der Menschen “eintaucht”. So beschreiben es zumindest viele Helfer/innen.

Der Platz, wo die Hütte steht, kostet trotzdem Miete. 40 Euro im Monat, die man nur schwer aufbringen kann, vor allem im Winter, wenn man am Markt weniger verkauft. Der Vermieter wollte die 3 auf die Straße schicken Anfang Dezember, da übernahmen wir mit Mitgliedsbeiträgen die Miete für die Winterzeit. Unsere Projekthelferin Tiko hilft regelmäßig mit Lebensmitteln und wo es eng wird, helfen zusätzlich unsere ehrenamtlichen Helferinnen Maria und Anuki mit. Foto: Anuki beim Einkaufen mit Irakli und Lizzy Ende Januar 2019 (Maria fotografiert und ist leider nicht zu sehen).

Patenschaften, Mitgliedsbeiträge und Spenden wirken. Lizzy und Irakli sind 2 Kinder, von 115 Kindern, die zur Zeit durch die DHS in Georgien betreut werden und viele Kinder auf der Warteliste suchen noch Patinnen/Paten.